Das Rauchen einfach vergessen

 

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Vergessen ist ein Vorgang, den jeder von Natur aus kann. Hier zeige ich Euch, wie man das Vergessen als Technik gezielt einsetzen kann.

Dafür habe ich einen neuen Begriff geprägt:

„DAS AKTIVE VERGESSEN“


Vergessen haben wir schon alle mal etwas:

  • Wir sind zur Tür raus – Schlüssel vergessen.
  • Wir gehen Butter einkaufen und kommen nach Hause. Tasche voll, aber keine Butter dabei.
  • Wir gehen in die Küche um Kaffee zu holen, stehen in der Küche und fragen uns: „Was wollte ich holen?“

Also, etwas vergessen können wir schon.
Warum sollen wir diese Fähigkeit nicht AKTIV einsetzen ?

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Dazu muss man erst mal wissen, wie das VERSEHENTLICHE Vergessen funktioniert. Und das ist einfach. Das passiert, wenn wir abgelenkt sind.

Um uns von der Zigarette gezielt ablenken zu können, muss man sich zunächst mit den psychologischen Gedankenabläufen eines Rauchers befassen. Das bedeutet nämlich, sich bewusst zu machen, dass sich der ganze Tagesablauf nur um die Zigarette dreht.

Aus langjähriger Erfahrung weiß ich, dass das in verschiedenen Situationen ungefähr so aussieht:

  • Morgens aufstehen, man freut sich auf den Kaffee und das „Zigarettchen“ danach. Der Gedanke an die Zigarette ist also schon beim Aufstehen da, oft unbewusst.
    Der STARK Abhängige freut sich auf das Aufstehen, um erst mal Eine zu rauchen und DANN ins Bad zu gehen.

  • Die erste Pause während der Arbeit.
    Man freut sich auf die Pause und auf das damit verbundene „Zigarettchen“.
    „Erst mal eine rauchen“. Und weil das so ist, macht man auch gerne mal ein „Päuschen“ mehr.

  • Nach dem Sport freut man sich auch ohne schlechtes Gewissen auf ein „Zigarettchen“. Man hat ja schließlich etwas dafür getan.

  • Immer ist ALLES mit dem „Zigarettchen“ verbunden. Nach dem Essen … mit dem Bierchen …usw.

Diese Gedankengänge muss man sich bewusst machen und vor sich selbst zugeben. Die Lösung ist, den Gedanken und die Freude auf das „Zigarettchen“ zuzulassen, um sich dann BEWUSST abzulenken. Dann kann man diesen Kreislauf durchbrechen.

Das geht relativ einfach.
Wenn der Gedanke an die Zigarette kommt, fragt man sich ganz intensiv, was will ich direkt NACH dem Rauchen machen. Darauf muss man dann den GANZEN Focus richten. Wenn man das sehr konzentriert macht, tritt der Gedanke an die Zigarette in den Hintergrund. Man unterdrückt den Gedanken an das Rauchen also nicht, sondern man denkt daran und geht dann einfach zum nächsten Punkt über. Mit etwas Übung wird dieser „Mechanismus“ automatisiert.

Hier mal drei Beispiele:

  • Ich möchte (nach der Zigarette) in den Keller gehen um Wäsche aufzuhängen.
    Nun denke ich über den Ablauf nach, also in den Keller zu gehen, und spiele ihn BEWUSST im Kopf ab.
    Was kann ich mit dem Weg in den Keller verbinden?
    Auf dem Weg nach unten kann ich den Müll mitnehmen.
    Ich komme am Briefkasten vorbei, dafür muss ich den Briefkastenschlüssel mitnehmen.
    Auf dem Rückweg könnte ich 2 Wasserflaschen mit raufbringen usw.

Das hört sich banal an und ist es auch ! Normalerweise mache ich das automatisch. Aber genau diesen verinnerlichten Vorgang ins Bewusstsein zu rufen, drängt das Rauchen in den Hintergrund. Es ist nichts anderes wie „Kopfkino“:

  • Ich möchte Einkaufen gehen. Die Einkaufsliste ist fertig.
    Trotzdem spiele ich jetzt im Kopf ein bekanntes Programm NOCHMAL bewußt ab. Was brauche ich?
    Ich gehe in Gedanken noch mal alles durch:
    Kühlschrank, Vorratsschrank, Putzschrank, Rezept usw.

  • Ich kann auch SEHR intensiv darüber nachdenken, was ich zuerst mache und warum 😉

Natürlich immer im Hinterkopf:

Multitasking ist hier nicht gefragt !!!

Man kann zwar Denken UND Rauchen,
aber NIE zwei Sachen auf einmal denken. 😊

 

Schwierige Situationen sind, wenn man in Gesellschaft und/oder mit anderen Rauchern zusammen ist. Aber auch da gibt es eine Hilfestellung:

Man filtert EIN Wort aus einem Gesprächsbeitrag heraus und überlegt sich was man dazu sagen könnte. Man konzentriert sich darauf und dadurch tritt der Gedanke an die Zigarette automatisch in den Hintergrund. Ob man dann Gelegenheit hat seine Äußerungen kundzutun spielt keine Rolle.

Wenn sich der Gesprächsverlauf ändert, „greift“ man sich in Gedanken das nächste Wort und überlegt, was man dazu sagen könnte.

Auch diese neue „Angewohnheit“ automatisiert sich mit der Zeit.
Die Strategie funktioniert übrigens nicht nur, sie hat auch den schönen Nebeneffekt, dass man dem Gesprächspartner vermittelt, konzentriert zuzuhören 😉

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Der Nikotinentzug macht sich auf jeden Fall bemerkbar. Die Zahl der Zigaretten wird durch das „Verschieben“ des Rauchens erst mal nur weniger. Aber es dauert nur ein paar Tage, bis die Nebenwirkungen des Nikotinentzuges weniger werden und der Prozess, DIREKT „zum nächsten Punkt“ überzugehen, automatisiert ist.

Bei mir ist das „Rauchen-Fenster“ schon nach drei Tagen nicht mehr „aufgeploppt“.

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Falls ihr erfolgreich seid mit dieser Strategie freue ich mich natürlich über Kommentare !
Ich denke es ist in jedem Fall einen Versuch wert 😊

Viel Erfolg wünscht euch
Der BesserWisser 🌹